Was ist Spritzwasserkontamination?
Spritzwasserkontamination bezeichnet die potenzielle Ausbreitung von schädlichen Mikroorganismen durch die Dispersion von Wassertröpfchen während der Nutzung von Handwaschstationen. Dies kann dazu führen, dass nahegelegene Oberflächen mit pathogenen Mikroorganismen kontaminiert werden, darunter auch Bereiche, die für die Zubereitung steriler medizinischer Arzneimittel, medizinischer Geräte oder für die Hygiene Neugeborener bestimmt sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass Patienten auch über eine Distanz von über 2 Metern direkt exponiert und durch Spritzwassertröpfchen gefährdet sein können.
Somit stellt die Spritzwasserkontamination ein erhebliches Infektionsrisiko dar und gilt als erwiesener Übertragungsweg für antibiotikaresistente Stämme wie Pseudomonas, die aus dem Wasserfluss und den Abflusssystemen des Beckens stammen können.
Spritzwasserkontamination und die Rolle von Point-of-Use-Filtern
Eine adäquate Konstruktion von Handwaschstationen ist entscheidend, um die Gefahr von Spritzwasser und die damit verbundene Verbreitung von Kontaminierungen zu minimieren. Zudem sollten geeignete Kontrollmaßnahmen durchgeführt werden. Im Planungsprozess ist besonders zu berücksichtigen, welche Auswirkungen die Installation von Point-of-Use-Filtern mit sich bringt und wie diese mit vorhandenen Spritzschutzmaßnahmen zusammenwirkt.
Die Installation eines Filters verändert naturgemäß die Dynamik der Art und Weise, wie eine Handwaschstation genutzt wird. Leider wird dieser Aspekt in der Entwurfsphase oftmals übersehen, was dann bei einer Filterinstallation die ursprünglichen Kontrollmaßnahmen zur Verminderung von Spritzwasser beeinträchtigt. Zudem ist riskant, dass dies auch zu einer höheren Wahrscheinlichkeit einer retrograden Kontamination des Filters führen kann, was das Infektionsrisiko für Patienten nochmals erhöht.